Noch etwas früher als am Vortag ging es heute los zur Tour Hannoversch Münden. Nach den
Schwierigkeiten am Vortag und mit der Aussicht auf einen weiteren Regentag mit
Kurvenfahrten hatte sich einer der Teilnehmer entschlossen, heute lieber als
Sozius teilzunehmen, was das Tempo der Gruppe deutlich steigerte und auch zu
einem ausgeglicheneren Fahrstil führte. Das muss wohl nicht bei allen Gruppen so
gewesen sein, denn beim Überholen einer schnelleren Gruppe "fingen"
wir uns einen zusätzlichen Teilnehmer ein; der Franzose wurde beim nächsten
Stop herzlich willkommen geheißen.

Dem Namen der Tour gerecht werdend, gab es bald eine weitere Pause in einem Café in Hannoversch Münden.

Mit 210 km war diese Tour von der Fahrstrecke nicht so lang wie die am Vortag, so dass erfreulich mehr Zeit für ein "Programm" blieb. Dazu gehörte auch eine Überraschung, die uns beim Mittagessen in einem mittelalterlichen Restaurant - dem Klausenhof in Bornhagen - erwartete.

Zuvor waren zwei Teilnehmer aus jeder Gruppe ausgelost worden, die vor dem Mahl gemeinsam mit den anderen Glücklichen ein Bad in dem in der Gaststube aufgestellten Bottich nehmen durften, anschließend bearbeitet von einer Masseurin.
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Es bedarf wohl keiner weiteren Erklärung, welch großen Anklang dieses Schauspiel gefunden hatte, sowohl bei den unmittelbar Beteiligten als auch bei den Zuschauern.




Nach dem Essen war noch Gelegenheit, die im Ort gelegene Burg Hanstein zu besichtigen. Doch schwach wird manch starker Kerl, wenn er seine PS nicht im Schritt spürt - so schrumpfte die Gruppe der Aufsteiger auf drei zusammen.


Doch die Anstrengung lohnte sich, denn es gab oben durchaus etwas zu sehen ... und zu versäumen, wie die Bilder zeigen.


Unter dem Eindruck der Ereignisse verblassen beinahe die Eindrücke von Hannoversch Münden, dem Ort, der der Tour den Namen gegeben hat. Unsere Gruppe legte hier den letzten Café-Stop des Tages ein. Wie man auf den Bildern sieht, kann der Ort nicht nur attraktiver Fachwerkarchitektur sondern auch mit phantasievollen Brunnen aufwarten ...



Später, zum Abschluss der Tour, gab es dann noch eine zweite Ruine - die Sababurg - mit Burggarten zu besichtigen. Zwischendurch löste der Tourleiter Christoph an geeigneten Streckenabschnitten immer mal wieder die Gruppe auf und gab freie Fahrt bis zu einem Treffpunkt einige Kilometer weiter.

Bis auf einen sehr kurzen Regenschauer am Anfang blieb es erfreulicherweise auf dieser Fahrt trocken, so dass zügig gefahren werden konnte. Trotzdem bedingte der Zeitbedarf der Pausen, dass auf den optionalen Schlenker zum Herkules nach Kassel verzichtet werden musste.
Wegen des schönen Wetters hatte ich mich entschlossen, mich nach dem obligatorischen Tanken am Tourende abzusetzen, um bei strahlendem Sonnenschein noch einen eigenen Abstecher ins nahegelegene Bad Karlstadt, einem idyllischen Hafenstädtchen an der Weser, zu machen. Das barocke Stadtbild hebt sich sehr vom Charakter der umgebenden Orte ab. Nach kurzem Stadtbummel mit einem Eis kehrte ich dann über Würgassen, das durch das dortige Kernkraftwerk zu weniger angesehener Bekanntheit gekommen ist, rechtzeitig zum Abendessen wieder ins Quartier zurück.


Dank des anhaltend freundlichen Wetters war diese (leider nur diese) Sommernacht lau und so spielte sich die allabendliche Party diesmal in Biergartenatmosphäre vorwiegend im Hof ab, vis-à-vis mit dem Motorrädern.




Wie das so ist, wenn sich 150 schwule Biker an einem Ort treffen: nachdem
das Bedürfnis nach Motorradfahren gestillt ist, ist da noch ein anderes: Da kein Darkroom
eingerichtet worden war, mussten schon mal die Toiletten für diesen Zweck her
halten - unerwartete Begegnungen sollen zu Irritationen des offenbar
unvorbereiteten und überwiegend weiblichen Personals geführt haben. Diese
müssen die Überraschungen aber ganz gut verdaut haben, jedenfalls war ihnen
später nichts anzumerken.
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Ich bin keine Tunte ... aber manchmal kommt es eben durch ... |